Kommunalpädagogisches Institut Hamburg

 

Was ist Kommunalpädagogik?

Die kommunale Ebene gewinnt immer mehr an zusätzlicher Relevanz für die Bildungs- und Sozialpolitik. Für die Kommunalpädagogik ist der "Sozialraum" daher nicht nur einer unter vielen Zugängen zur pädagogischen Wirklichkeit, sondern die Grundlage für Kontakte und Konflikte. Kommunalpädagogik knüpft dazu an Konzepten der Gemeinwesenarbeit, der "Öffnung von Schule" und der Community education an.

Kommunalpädagogik zielt auf eine Vermittlung zwischen verschiedenen Kulturen und Institutionen. Das Forschungsfeld ist die Sphäre zwischen Familien, sozialstaatlicher Verwaltung und Markt. Kommunalpädagogik befindet sich somit im Spannungsfeld zwischen System und Lebenswelt.

Kommunalpädagogische Forschung arbeitet vor allem mit qualitativen Methoden. Im Unterschied zu herkömmlichen Forschungsdesigns läßt sie nicht einseitig eine Perspektive zu Wort kommen, sondern vermittelt bereits im Forschungsprozess zwischen verschiedenen Positionen. Die Methoden verharren daher nicht allein in der Feststellung sozialer Sachverhalte, sondern wirken auch motivierend. Um praktisch wirksam werden zu können, spiegelt die kommunalpädagogische Forschung die Ergebnisse - im Einvernehmen mit den Beteiligten - in die kommunale Öffentlichkeit zurück (Handlungspausenforschung).